Archiv der Kategorie: Nimm 3

Rezepte mit nur 3 drei Hauptzutaten. Bestechend einfach und dabei spielend anzurichten.

(c) Petra Balzer

Schmorgurken – würziger Sommergenuss

Die stämmigen Schmorgurken wachsen im Freiland von Mitte Juli bis Mitte September. Im Gegensatz zur schlanken Schwester Salatgurke, schmecken die Landgurken nur gegart. Ob Topf oder Pfanne, sie sind ungeheuer vielseitig und machen als Pfannengericht mit Tofuhack oder geschmort mit Pfifferlingen einiges her.

Zutaten für 4 Personen

2 mittelgroße Schmorgurken
300 g Pfifferlinge
1 Knoblauchzehe
3 Schalotten
50 ml Weißwein
100 ml Gemüsefond
50 ml Soja Cuisine
1 Tl Senf
1 Bund Dill

Zubereitung

Pfifferlinge sorgfältig putzen. Eine Pfanne stark erhitzen.Öl zugeben und die Pilze bei starker Hitze anbraten.

Schmorgurken schälen, längs halbieren und die Kerne mit einem Löffel auskratzen. In Scheiben schneiden.

Schalotten und Knoblauch in Olivenöl anschwitzen, mit Weißwein ablöschen und einköcheln lassen. Fond und Sahne zugießen udn sämig einkochen. Mit Senf, Salz, Pfeffer abschmecken und zum Schluss mit Dill würzen.

Zusammen auf einem Teller anrichten.

(c) Petra Balzer

Hmmm – Hummus mit marinierten Zitronen

Hummus, der Klassiker unter den arabischen Vorspeisen, darf auf keiner Mezze-Tafel fehlen. Hier herrlich frisch mit marinierten Zitronen.

 

Zutaten Hummus
1 Dose Kichererbsen (400 g Inhalt), 2 Knoblauchzehen, 2 EL Olivenöl, 3 EL Zitronensaft, 3 EL Sesampaste (Tahin), Salz, 1/2 TL gemahlener Kreuzkümmel,  1 TL edelsüßes Paprikapulver

Zubereitung Hummus
Die Kichererbsen im Sieb gründlich kalt abbrausen und abtropfen lassen. Knoblauch schälen und klein schneiden.

Kichererbsen mit Knoblauch, Olivenöl, Zitronensaft, 2-3 EL Wasser und Tahin zu einer cremigen Paste pürieren (Mixer, Küchenmaschine oder Pürierstab). Mit Salz und Kreuzkümmel abschmecken und in eine kleine Schüssel füllen. In der Mitte mit dem Löffel eine kleine Mulde eindrücken.

Ein Esslöffel marinierte Zitronen in die Mulde geben und über den Rest vom Hummus laufen lassen.

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Marinierte Zitronen

Zutaten und Zubereitung
3 mittlere Zitronen halbieren und in dünne Scheiben schneiden

3 El Zitronensaft und

1 rote Chilischote zu einer Paste stampfen

35 g Zucker

1/2 El grobes Meersalz

1 zerdrückte Knoblauchzehe

1 Tl mildes Paprikapulver

1 Tl gemahlener Kreuzkümmel und

1 Tl gemahlener Kurkuma

Alle Zutaten vermischen und über Nacht ziehen lassen.

 

Herrlich sommerlich!

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Rettich mit scharfer Orangenjus

Rettich ist schön würzig bis scharf und kalorienarm.  Neben dem runden, weißen Mairettich, gibt es noch den länglichen, weißen oder braunen Sommerrettich und den schwarzen Winterrettich. Besonders in Bayern ist der weiße Radi  – oft kunstvoll zu Spiralen geschnitten – bekannt. Es muss ihn auch nicht  immer als Biergarten-Salat geben, diese asiatisch angehauchte Variante überzeugt besonders.

Ein schnelles und einfaches Rezept für 4 Personen mit nur 3 Hauptzutaten: Rettich, Orangensaft, Sojamedaillons

1 Rettich
250g Soja-Medaillons
Salz, Olivenöl
10 g Zucker
300 ml Orangensaft
1 El Reisessig
1/2 – 1 Chilischote
1 Bund Rucola

Zubereitung
1. Chilischote fein würfeln. Orangensaft, Reisessig  und Olivenöl verrühren, mit den Würfeln mischen. Rucola waschen.

2. Soja-Medaillons in folgender Reihenfolge vorbereiten:
Garen: Wasser aufkochen und Sojafleisch ins Wasser geben. Einige Minuten leicht köcheln, die Platte ausschalten und ca. 10 Min. ziehen lassen.
Ausspülen und Ausdrücken: Nach dem Garen das Sojafleisch gut ausspülen, bis das Wasser klar bleibt. Danach so viel Flüssigkeit ausdrücken, wie möglich. Am besten geht sowohl das Ausspülen, als auch das Ausdrücken mit der Hand. Je trockener es ist, desto besser wird später die Jus  aufgenommen.
Braten: Das Fleisch in einer beschichteten Pfanne mit etwas Olivenöl scharf anbraten und bei mittlerer Hitze  ca. 5 bis 8 Minuten knusprig braten.

3. Rettich schälen und in 2 mm dünne Scheiben schneiden. Leicht salzen und mit  Öl beträufeln.

4. Zucker in heißer Pfanne karamellisieren. Mit Orangesaft ablöschen und um die Hälfte einköcheln lassen.
Reisessig, Brise Salz und Chilischote dazugeben. Kurz weiterköcheln lassen.

5. Rettichscheiben für ca. fünf Minuten in die warme Orangensauce  legen.

6. Zum Schluss die Soja-Medaillons nach Anweisung  in heißem Öl anbraten (s.o.).

Saucenspiegel auf den Teller geben, Ruccola darauf legen und zu letzt die Medaillons.

(c) Petra Balzer

Pissaladière

Pissaladière ist die französische Antwort auf die italienische Pizza. Ein Zwiebelkuchen, der traditionell mit schwarzen Oliven und Sardellen verfeinert ist und dadurch seinen markanten Geschmack erhält. Hier die vegane Variante ohne Anchovis: Pizzateig, Zwiebeln und Knoblauch – schon ist dieser provenzalische Kuchen fertig!

Zutaten
500 g Pizzateig

100 g Gemüsezwiebeln

8 El Olivenöl

100 g schwarze Oliven ohne Stein

2 Knoblauchzehen

Thymian, Salz, Pfeffer, Zucker

Zubereitung
1. Zwiebeln in Würfel schneiden. Knoblauchzehen zerdrücken.

2. Zwiebeln und Knoblauch ca. 15 Minuten in Olivenöl in einer Pfanne cremig dünsten, also »schmelzen«.

3. Am Ende mit Zucker, Salz und Pfeffer abschmecken.

4. Abkühlen lassen.

5.  Teig mehrmals mit einer Gabel einstechen. Zwiebeln und Thymian gleichmäßig darauf verteilen. Mit etwas Olivenöl beträufeln und im vorgeheizten Ofen bei 200 Grad (Gas 3-4,) 15 Minuten backen.

6. Oliven auf der Masse verteilen und weitere 5 Minuten backen.

Dazu passt Blattsalat.

 

Weinempfehlung

RoseweinProvenceLeFouques

 

Côtes de Provence Rosé, AOP 2013, Domaine Fouques, Demeter-Rosewein

Ein typischer Provence-Rosé mit schönen Körper. Lebendig, gehaltvoll und genug Kraft für eine sommerliche Speisebegleitung.

© Alexandra Schubert, AT Verlag / www.at-verlag.ch

Partyklassiker a lá vegan

Schinkengipfeli – ein Partyklassiker  als vegane Variante mit Räuchertofu und Blätterteig.  Einfach in der Zubereitung und ideal als Fingerfood.

3 Hauptzutaten für 12 Stück: Blätterteig, Räuchertofu, Zwiebeln

1 Blätterteig (320g, rechteckig ausgerollt,42 x 26 cm)

Füllung
160g Räuchertofu
3 El neutrales Pflanzenöl
1 1/2 Zwiebeln, fein gehackt
1/2 Tl Senf
1 Tl weißes Mandelmus
4 El Wasser
1 Tl Zitronensaft
1 El frische Petersilie
Salz, Pfeffer

 

Zubereitung
Den Blätterteig auf der Arbeitsfläche auslegen

Für die Füllung den Räuchertofu fein würfeln und in heißem Öl 3–4 Minuten anbraten. Zwiebeln zugeben und 2 Minuten mitdünsten. Anschließend die restlichen Zutaten zugeben, gut untermischen und kurz mitgaren lassen. Salzen.

Den Backofen auf 190 Grad vorheizen.

Den Blätterteig der Länge nach halbieren und dann der Breite nach dritteln, sodass sechs Rechtecke á 14 x 13 cm entstehen. Die Rechtecke zu je zwei Dritteln halbieren.

Die Füllung 1 cm von der langen KAnte entfernt gleichmäßig auf den Teigdreiecken verteilen und dann von der langen Seite her zur Spitze aufrollen und zu „Gipfeln“ formen. Mit einem spitzen Messer mehrmals einstechen.

Die „Gipfeli“ auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech geben und im vorgeheizten Ofen 12–15 Minuten backen. Warm oder kalt genießen.

 

Rezept aus
VEGAN – die pure Kochlust“, Fotografie © Alexandra Schubert, AT Verlag / www.at-verlag.ch

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Philip Hochuli liefert mit diesem Buch einen guten Einstieg für Neulinge der veganen Küche. Schnell, einfach, unkompliziert – so sind seine Rezepte. Und manchmal auch überraschend, wie das Zwiebelmett „plus“ oder die Rote-Bete-Schnitzel in Kokospanade.
 

(c) Petra Balzer

Kartoffeltürmchen mit Trüffel und Kräuterseitlingen

Kräuterseitlinge sind bissfeste, leicht würzig schmeckende Speisepilze, die im Geschmack Steinpilzen ähneln. Die hellbraunen, trompetenförmig nach oben gebogenen Kappen sitzen auf  zarten weißen Stielen. Kräuterseitlinge können sehr groß und fleischig werden und die großen Exemplare eignen sich somit auch gut als Fleischersatz. Ein Rezept mit gefüllten Kräuterseitlingen gibt es hier. Kräuterseitlinge sind kalorienarm, aber reich an Mineralstoffen und Eiweiß. Sie harmonieren sehr gut mit den Kartoffeln und Somemrtrüffeln. Ein schnelles und einfaches Gericht aus nur drei Hauptzutaten, ergibt mal wieder ein feines und vollwertiges Gericht!
Zutaten für 4 Portionen

500g Kräuterseitlinge
3 mittelgroße Kartoffeln
1 Glas eingelegten Trüffel (z.B. Sommertrüffel-Carpaccio von Hellriegel, vegan)
1 El Thymian
Alsanbutter

optional dazu: 3 Schalotten, 1 Knoblauchzehe
Zubereitung
Kartoffeln und Kräuterseitlinge in 1 mm dicke Scheiben schneiden,
Schalotten klein schneiden
Kräuterseitlinge anbraten, ggf. mit Schalotten, 1 Knoblauchzehe und Thymian
Salzen, pfeffern
Kartoffeln leicht tropcken tupfen und in einer gefetteten Form (Muffinforms) den Boden belegen. Frittierte Pilzmasse draufgeben, obenauf die Trüffelscheiben. Mit Kartoffelscheiben bedecken und mit weicher Butter bestreichen.
Bei 200 Grad im vorgeheizten Backofen ca. 20 Minuten backen.

 

(c) Petra Balzer

Pimientos del piquillo

Pimientos del piquillo sind  rote Paprikaschoten. Das Rezept kommt ursprünglich aus Navarra. Die Paprika werden von Hand über offenen Feuer geröstet und dann enthäutet und entkernt. Man kann sie unterschiedlich füllen oder in Streifen geschnitten  mit anderen Zutaten zum Salat gegeben.

Zutaten
(Spitz-)Paprikaschoten
Olivenöl
Zubereitung
Die Paprikaschoten leicht mit Öl einpinseln und im vorgeheizten Ofen bei 250 Grad rösten bis die Schoten Blasen werfen und etwas zusammenfallen. Die Paprikaschoten aus dem Ofen holen und mit einem nassen Tuch (Papierrolle oder Baumwolltuch) abdecken.  Kurze Zeit warten und dann die Haut von den Paprikaschoten lösen und das Kerngehäuse entfernen.

Pur als Tapa mit etwas Olivenöl anrichten und mit geröstetem Weißbrot genießen.

Variante
Piquillo auf gebratenen Polentascheiben mit Oilve
(c) Petra Balzer
(c) Petra Balzer

 

Zutaten Polenta für 4 Personen
1 El  Olivenöl
150 g Polentagrieß
1 l Salzwasser
schwarze Oliven
Zahnstocher

Zubereitung

Wasser salzen und mit Alsanbutter in einem Topf aufkochen. Polentagrieß einrühren und unter ständigen rühren ca. 3 Minuten kochen lassen. Abschmecken mit Salz und Pfeffer.
Variante: Die geriebene Schale einer unbehandelten Orange in der Polentamasse gibt dem Gericht einen mediterranen Touch.
Rosmarin eignet sich ebenfalls als Gewürz.

Eine Auflaufform mit Frischhaltefolie auslegen, leicht ölen und die Masse einfüllen. Min. 1 Stunde erkalten lassen.

Danach stürzen, die Folie entfernen und die Masse in Scheiben schneiden. Etwas Öl in einer Pfanne erhitzen und die Scheiben beidseitig knusprig anbraten.

Mit Piquillo und schwarzen Oliven anrichten.

 

 

(c) Petra Balzer

Bärlauch-Krapfen

Frischer Bärlauch, Seidentofu, Mehl sind die drei Hauptzutaten für diese herzhaften Krapfen. Und gesund sind sie auch, denn der Bärlauch gilt in der Volksmedizin seit jeher als Blutreiniger und soll auch zu schönerer Haut verhelfen.

Zutaten für 12 Bärlauchkrapfen

150 g Seidentofu
100 g Bärlauch
3 EL Wasser
2 TL helle Misopaste
3 EL Sojamilch
2 EL Rapsöl
125 g Mehl
1 TL Sojamehl
2 TL Backpulver
2 EL Hefeflocken
1/2 TL Salz
ca. 300 ml Öl zum Ausbacken
schwarzer Pfeffer aus der Mühle

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Zubereitung

Zunächst Bärlauch mit dem Öl mit dem Zauberstab zu Pesto rühren, abschmecken, evtl. salzen

Seidentofu, Wasser, Misopaste, Pflanzenmilch fein pürieren.

Das Mehl mit den übrigen Zutaten vermengen und langsam unter die Seidentofu-Miso-Masse heben. Mit einem Schneebesen immer wieder gut umrühren, so dass keine Klümpchen entstehen.

Den Teig für 30 Minuten in den Kühlschrank stellen.

Nun wird ein Topf benötigt in dem das Öl ca. 3 Finger hoch steht (ansonsten ggf. mehr Öl verwenden). Die Krapfen müssen später im Öl schwimmen können. Das Öl vorsichtig im Topf erhitzen, bis an einem hinein gehaltenen Holzstäbchen Blasen aufsteigen.
Achtung: das Öl darf nicht rauchen.
Dann die Temperatur etwas reduzieren und mit einem Teelöffel den Krapfenteig abstechen und in das Öl gleiten lassen. 2-3 Minuten im heißen Fett goldbraun frittieren, zwischendruch umdrehen. Auf einem Küchenkrepp abtropfen lassen.

 

Dazu passen Rettichnudeln.
Dafür die Rettichknolle mit dem Spirellischneider zu Bandnudeln drehen, leicht salzen und dekorativ auf Tellern verteilen. Bärlauchkrapfen darauf setzen.