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Empanadillas
© Rezept /Foto Petra Balzer

Tapas vegan

Diese kleinen Köstlichkeiten, die in Spanien gerne zu einem Sherry, einem Tinto oder einer Cerveza gereicht werden, stillen einzeln den kleinen Hunger und kombiniert oder als große Portion können sie auch eine ganze Mahlzeit ersetzen. Zwei der beliebstesten Tapas sind Empanadillas, mit  Tomate und Tunfisch gefüllte Teigtaschen und Buñuelos, ausgebackene Kugeln mit Stockfisch. Und hier die veganen Varianten:

Zutaten Empanadillas für 20 Stück

Zutaten für den Teig

100 ml Weißwein
100 ml Wasser
50 g Alsan-Butter
300 g Mehl
1 TL Salz
Mehl zum Ausrollen

oder 1 Pck. Blätterteig oder Yufkateig kaufen

Für die Füllung: 
1 Zehe Knoblauch
1 Dose gestückelte Tomaten
1 Zwiebel
1 Bd Petersilie
1 Knoblauchzehe
Paprikapulver, Salz
Etwa 0,5 Liter Olivenöl zum Ausbacken

Zubereitung
1. Den Weißwein, das Wasser, die Butter und das Salz in einen Topf geben und erhitzen, bis die Butter geschmolzen ist. Die Mischung sollte nicht kochen. Dann vom Herd nehmen und das Mehl dazugeben. Mit einen Kochlöffel sofort kräftig rühren, damit sich keine Mehlklumpen bilden. Zu einem geschmeidigen Teig verkneten und gut eine Stunde zugedeckt ruhen lassen.

2. Das Olivenöl in einen kleinen Topf geben. Die Zwiebel schälen und fein würfeln. Im Olivenöl glasig dünsten. Den Knoblauch schälen, ebenfalls fein würfeln und kurz mitbraten.

3. Die Tomaten dazugeben. Einköcheln lassen. Mit Paprikapulver, Salz und Pfeffer abschmecken.

4. Den Teig auf einer bemehlten Arbeitsplatte mit dem Nudelholz etwa 0,3 cm dünn ausrollen. Mit einem Glas Kreise von ca. 8 – 10 cm Durchmesser ausstechen, diese mit der mehligen Seite nach unten auf ein mit Backpapier belegtes Backblech legen. Die Teigreste wieder verkneten und erneut ausrollen. Wieder Kreise ausstechen. So fortfahren, bis der gesamte Teig aufgebraucht ist. Insgesamt sollten es etwa 20 – 25 Kreise werden.

5. Jeweils etwa 1 EL der Füllung in die Mitte eines Teigkreises geben, zusammenklappen und die Ränder mit einer kleinen Gabel gut zusammendrücken.

6. Das Olivenöl in einer beschichteten Pfanne erhitzen. Der Rand sollte etwa 1 cm hoch mit Öl bedeckt sein. Mit einem kleinen Teigstückchen testen, ob das Öl heiß genug ist. Es sollten sich leichte Bläschen am Teigrand bilden. Sollte das Öl zu rauchen beginnen, ist es zu heiß!

7. Die Teigtaschen portionsweise (immer so 5 – 7 Stück) im Öl ausbacken. Schmecken warm oder kalt!

Zutaten Buñuelos für 12 Kugeln

150 g Seidentofu
3 EL Wasser
2 TL helle Misopaste (Shiro Miso)
3 EL Pflanzenmilch (z.B. Soja-, Reis- oder Haferdrink)
2 EL Olivenöl
125 g Mehl
1 TL Sojamehl
2 TL Backpulver
2 EL Hefeflocken
1/2 TL Salz
1 weiße Zwiebel
1 Knoblauchzehe
1 Bd Petersilie
ca. 300 ml Öl zum Ausbacken
schwarzer Pfeffer aus der Mühle

Zubereitung

  1. Zunächst Seidentofu, Wasser, Misopaste, Pflanzenmilch und Öl in einem Küchenmixer oder mit dem Zauberstab fein pürieren.
  2. Das Mehl mit den übrigen trockenen Zutaten vermengen und langsam unter die Seidentofu-Miso-Masse heben. Mit einem Schneebesen immer wieder gut umrühren, so dass keine Klümpchen entstehen. Den Krapfenteig zum Schluss noch einmal mit Salz abschmecken.
  3. Zwiebeln, Knoblauch und Petersilie klein schneiden und unterheben.
  4. Den Teig für 30 Minuten in den Kühlschrank stellen.
  5. Nun wird ein Topf benötigt. Der sollte so beschaffen sein, dass das Öl ca. 3 Finger hoch in ihm steht (ansonsten ggf. mehr Öl verwenden). Die Krapfen müssen später im Öl schwimmen können. Das Öl vorsichtig im Topf erhitzen, bis an einem hinein gehaltenen Holzstäbchen Blasen aufsteigen. Vorsicht: das Öl darf nicht rauchen. Dann die Temperatur etwas reduzieren (um ca. 1/3). Mit einem Teelöffel den Krapfenteig abstechen und in das Öl gleiten lassen. 2-3 Minuten im heißen Fett goldbraun frittieren, zwischendruch umdrehen. Auf einem Küchenkrepp abtropfen lassen.
  6.  Zum Schluss mit Salz und etwas frischem Pfeffer abschmecken.

Varianten: Wer es etwas deftiger mag, kann Chorizo von Wheaty klein würfeln und unterheben.
Eine asiatische Variante gefällig?

Petersilie durch Dill ersetzen, 3 El Wasabipaste dazugeben.

(c) Petra Balzer

Happy Vegan Burger

Lust auf Burger? Mit  gebackenen Buns, also Burger-Brötchen und schmackhaften Belägen, z.B. als „Tiroler“ mit Krautsalat und Walnüssen oder mit BBQ-Sauce und Röstzwiebeln als „Wilder Westen“? Hier zwei Varianten mit Antipasti oder mit Tempeh und BBQ.

Zutaten für ca. 12 Burger-Brötchen (Buns)
Achtung: der Teig muss 48 Stunden gehen

350 g Weizenmehl, Typ 550
30 g Rohrohrzucker
1 1/2 Tl Salz
10 g Hefe
200 ml Sojamilch
30 ml Olivenöl
1 Tl Sojamehl, mit 2 Tl Wasser gemischt

Zubereitung
Das Mehl in einer Schüssel mit dem Rohrohrzucker, Salz und der Hefe mischen. Die Sojamilch mit dem Olivenöl verquirlen, dazugeben und am Besten mit der Küchenmaschine oder dem Rührgerät 5-10 Minuten kräftig durchkneten. Es sollte ein weicher geschmeidiger Teig sein, der etwas zu feucht ist, um ihn mit der Hand zu kneten.

Den Teig zu einer Kugel formen, etwas bemehlen und in der Schüssel abgedeckt mit einem Handtuch zunächst 48 Stunden im Kühlschrank gehen lassen.

Dann den Teig auf die Arbeitsplatte geben und mit leicht bemehlten Händen kräftig durchkneten. Auf der Arbeitsplatte den Teig ausrollen bis er noch etwas 1 cm dick ist. Nun Kreise ausstechen, etwas mit den Handflächen rollen. Die Teiglinge auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen  die Oberseite leicht flach drücken. Nochmals mit einem Handtuch bedeckt an einem warmen Ort ca. 2,5 Stunden gehen lassen.

Im Backofen bei ca. 190 °C Ober- und Unterhitze ohne Vorheizen ca. 18 Minuten backen, je nach gewünschtem Bräunungsgrad.  Mit einem feuchten Tuch bedecken, damit die  Buns soft bleiben. Abkühlen lassen oder noch warm aufschneiden, belegen und genießen!

 

Burger Don Corleone mit Antipasti 

Zutaten für 4 Portionen

500 g fester Tofu
1 g rote Paprika
1 g Zwiebel
1 Aubergine in Streifen geschnitten
2 Zucchini in Streifen geschnitten
6 TL Kräuterpesto
1/2 TL Salz
Pfeffer nach Geschmack

 

Zubereitung
Öl bei mittlerer Hitze in einer großen Bratpfanne erhitzen. Tofu mit der Gabel zerkleinern, hinzufügen und  15 Minuten gut anbraten.  Dann das Gemüse hinzufügen und ca. 5 Minuten braten, bis das Gemüse weich ist.

Salz und Pfeffer dazugeben und bei schwacher Hitze weiter kochen, bis die Mischung durch und durch erhitzt ist. Evtl. etwas Wasser hinzufügen, falls die Mischung noch zu trocken ist.
Pesto auf die beiden Unterseiten der leicht getoasteten Buns streichen, Gemüse verteilen.

 

Burger Asia mit Coleslaw

Zutaten für 4 Portionen
400 g Tempeh
3 El Sojasoße oder Teriayaki
2 El Rapsöl

Für die Füllung (Coleslaw)
1 Zwiebel
1 rote und
1 gelbe Paprikaschote
2 Möhren
350 g Spitzkohl

6 TL BBQ-Soße
1/2 TL Salz
Pfeffer, Kreuzkümmel  nach Geschmack

50 ml Apfelessig
3 El Zucker
1 Tl Salz

 

Zubereitung
Tempeh in dünne Streifen schneiden. mit Sojasoße und Rapsöl min. 30 Minuten marinieren.
Danach aus der Marinade holen, abtropfen lassen und für ca. 2 Minuten in der Pfanne anbraten.

Gemüse (Paprika, Kohl, Zwiebel, Möhren) in 4 cm dünne Streifen schneiden.

2 El Zucker mit 1 Tl Salz vermischen und über das Gemüse geben, einkneten und min. 10 Minuten einwirken lassen.

Währenddessen Apfelessig mit 1 Tl Zucker aufkochen und dann abkühlen lassen.

Coleslaw mit kaltem Wasser abspülen und ausdrücken. Mit Essig marinieren.

BBQ-Soße auf die beiden Unterseiten der leicht getoasteten Buns streichen, Gemüse und Tempel drauf verteilen.

 

Rezept für selbtgemachte BBQ-Soße

200g Tomatenmark (aus 100% Tomaten)
¾ Tasse Wasser
2 Esslöffel roher, ungefilterter Apfelessig
2 Esslöffel Agavendicksaft
½ Teelöffel Kristall- oder Meersalz
2 Tl Hickory-Flüssigrauch-Extrakt
2 Prisen Chiliflocken
2 Prisen geräuchertes Paprikapulver
nach Belieben etwas Knoblauch und/oder Chili

Zubereitung:

Geben Sie alle Zutaten (außer Agavendicksaft) in einen mittelgroßen Kochtopf und unter Rühren zum Kochen bringen. Topf verschließen und  den Ketchup bei niedriger Hitze und unter gelegentlichem Umrühren für 20 Minuten köcheln lassen. Erst gegen Ende wird der Agavendicksaft hinzugegeben.

Nach dem Abkühlen können Sie die BBQ-Soße problemlos in einem geschlossenen Gefäss im Kühlschrank lagern. Gutes Gelingen!

 

Jetzt auch im Buchhandel: „33 Vegane Tapas„, Petra Balzer
Köstliche Kleinigkeiten für jede Gelegenheit

(c) Petra Balzer

Gefüllte Auberginenröllchen

Diese appetitlichen Häppchen mit der leichten Seidentofu-Füllung eignen sich sowohl als warme als auch als kalte Tapa.

Zutaten für 4 Personen

3 große Auberginen

200 g Seidentofu

100g Soyananda (veganer Sauerrahm)

3 Knoblauchzehen

Kräuter (Petersilie, Basilikum)

Salz und Pfeffer

Olivenöl

Zubereitung

1. Auberginen waschen, Stiel der Auberginen abschneiden, Aubergine längs in acht mm Scheiben schneiden (Brotschneidemaschine). Auf beiden Seiten salzen und für 30 Minuten stehen lassen.

2. In dieser Zeit Tofu und Soyananda, Knoblauch, Kräuter und den Gewürzen mit dem Pürierstab zu einer glatten Masse verarbeiten. Pikant abschmecken und bis zum Gebrauch bei Zimmertemperatur stehen lassen.

3. Auberginenscheiben trockentupfen, in wenig Öl in einer Pfanne beidseitig anbraten, bis die Scheiben leicht braun sind.

4. Aus der Pfanne nehmen, mit Küchenpapiertüchern Fett so gut wie möglich abtupfen. Scheiben komplett abkühlen lassen.

5. Mit einem Löffel eine dünne Schicht der To- fucreme (mit minimalem Abstand zum Rand) dar- auf verteilen und aufrollen. Für mindestens 2 Stun- den kühl stellen. Dann auf einer Platte anrichten. Mit Baguette servieren.

 

 

 

 

„Vegane Tapas“ von Petra Balzer, erschienen in der Edition M. Fischer